Der erfolgreiche Crossfactory-Case, mit dem vielleicht der internationale Durchbruch geschafft wurde

Wie wir im Juni-Newsletter aufgezeigt haben, konnten bereits erste erfolgreiche Crossfactory Kampagnen umgesetzt werden. Die gerade bekannteste darunter ist wohl diejenige für die "gloryfy unbreakable"-Brillen. Wieso genau diese, wollen wir Ihnen gerne im aktuellen Newsletter aufzeigen.

Alles begann durch einen Zufall. Im Jahre 2004 hat Christoph Egger sein erstes eigenes Produkt in der Vermarktung – eine Handyhalterung aus Silikon. Die Augenverletzung eines Freundes beim Skifahren und der Streit eines Paares im entfernten Asien nach einem klassischen „Draufsitzer“, lassen sechs Monate später im Kopf des Zillertalers erste Ideen für Brillen aufkeimen: Der primäre Gedanke war damals, mit dem bereits bekannten Material Silikon weiter zu arbeiten – doch erste Versuche schlugen vollkommen fehl.

Erst im Jahre 2005 wurde dann schliesslich ein erstes Labor aufgebaut, nachdem die Marke und das Patent der Handyhalterung verkauft wurden. Man wollte sich vermehrt auf die Entwicklung von Glorify richten. In Mayrhofen im Zillertal wird ein Reinraum inklusive Labor aufgebaut, um mehr oder weniger unabhängig von externen Entwicklern, die notwendigen Tests und Versuche durchzuführen.

Um die geeignete Produktion zu entwickeln, wird im Labor weiter und weiter getestet. Die Hauptschwierigkeit bestand darin, das geeignete Material und einen geeigneten Serienprozess zu finden, der eine Produktion von unzerbrechlichen Brillen in grossen Mengen ermöglicht. Und das war gar nicht so einfach.
So war dann die Motivation im Team 2008 auch am Tiefpunkt angelangt. Christoph Egger wusste; es musste endlich der technische Durchbruch geschafft werden, um die Brillen so rasch als möglich an den Mann zu bringen. Dies wollte man mit einer Ausstellung an der führenden Optikermesse im deutschsprachigen Raum OPTI im Januar 2008 erreichen. Doch auch 24-Stunden-Tage im Labor brachten nicht den erhofften Erfolg. Und so kam es, dass man bei der OPTI 2008 zwar ein Konzept – unbreakable – aber eben auch nur eine Idee präsentierte. Die Brillenmuster, benannt als G1, was für gloryfy Eins stand, waren Prototypen und es war nicht daran zu denken, sie für den Verkauf anzubieten. 

Doch an der Messe selber schienen die "gloryfy unbreakable"-Brillen ein absoluter Renner zu sein. Denn der Stand wurde überrannt, so dass der Stand sogar kurzzeitig gesperrt werden musste. Da war klar: Ein Markt für die „unbreakables“ schien es zu geben, doch war man noch immer weiter weg von einer funktionierenden Serienproduktion.

So sollte es noch zwei Jahre dauern, bis das gloryfy Team in der Lage sein würde, die unzerbrechlichen Sonnenbrillen in Serie zu produzieren. Doch am 4. Oktober 2008 war es schliesslich soweit! Die ersten Brillen werden an einen Optiker im Tirol ausgeliefert. Doch bis die "gloryfy unbreakable"-Brillen in Serie produziert werden konnten, vergingen nochmals zwei ganze Jahre. Erst Mitte 2010 konnten diese schliesslich in Serie produziert werden und die Nachfrage konnte schrittweise bedient und ausgebaut werden. Denn hier läuft der selber gesteuerte Onlineshop bereits sehr gut.

In der Folge sollte dann auch der Schweizer Markt mit den "gloryfy unbreakable"-Brillen ausgestattet werden. Mittels eines Mediaplan sollten vor allem Schweizer Detailhändler aus der Optiker-Branche angesprochen werden, die dann die "gloryfy unbreakable"-Brillen in ihr Sortiment aufnehmen sollten. Denn in der Schweiz liegt der Fokus klar auf dem Detailhandel.
Und genau hier kommt die Crossfactory der Goldbach Audience ins Spiel. Denn so konnte gloryfy alles aus einer Hand beziehen – kurzfristiges Inventar von TV, Online, Mobile & Digital out of Home.
Für gloryfy konnte so eine Kampagne umgesetzt werden, die vom 20. Mai bis 10. Juni 2016 über die folgenden Medien lief: TV, Online mit dem Goldbach Video Network und Digital out of Home. Die Kampagne war ein voller Erfolg. So sind die "gloryfy unbreakable"-Brillen nun bei vielen Detailhändler der Schweiz vertreten.

Und schliesslich scheint gloryfy im Jahre 2016 den ultimativen Durchbruch zu schaffen. Denn es gelingt, in die deutsche Unterhaltungsshow, "Die Höhle der Löwen", die erstmals im August 2014 vom Fernsehsender VOX ausgestrahlt wurde, eingeladen zu werden. "Die Höhle der Löwen" ist auch international eine erfolgreiche Sendung und läuft beispielsweise in den USA unter dem Titel "Shark Tank" oder in Grossbritannien als "Dragons' Den". Im VOX-Format bekommen Menschen mit Erfindungen oder Geschäftsideen die Chance, ihre Idee fünf erfolgreichen Unternehmern, den sogenannten „Löwen“, zu präsentieren. Die fünf Löwen setzen sich wie folgt zusammen: dem Spezialisten für Non-Food-Bereich Ralf Dümmel, die erfolgreichste Unternehmerin im europäischen Verkaufsfernsehen Judith Williams, den charismatischen Pionier für Erlebnisgeschenke Jochen Schweizer, den Visionär im Start-up-Bereich Frank Thelen und den erfolgreichsten Wirtschaftler Deutschlands Carsten Maschmeyer. Ziel der Show ist es, einen oder mehrere „Löwen“ von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen, erhalten sie von ihnen das nötige Startkapital oder die Unterstützung bei der Expansion ihres Unternehmens. Im Gegenzug erhalten die finanzkräftigen Investoren Unternehmensanteile, die sich natürlich möglichst bald rentieren sollen, denn die Unternehmer investieren ihr eigenes Kapital und dies auch nur, wenn sie von der Idee hundertprozentig überzeugt sind. 1
Und einer von diesen wenigen Glücklichen ist Christoph Egger mit seinen "gloryfy unbreakable"-Brillen. Denn er hat die fünf Löwen von seinen Brillen überzeugt. Aus der Sendung nimmt er sogar noch mehr mit, als er ursprünglich gefordert hat. Gefordert hat Egger ursprünglich insgesamt 500 000 Euro – im Gegenzug hat er fünf Prozent seiner Firmenanteile geboten. Doch das innovative Produkt begeisterte die „Löwen“ so sehr, dass sie ihm anstelle der 500 000 Euro sogar 750 000 Euro gegen 20 Prozent Firmenanteile boten, was Christoph Egger schliesslich annahm. 2

Nun steht dem internationalen Durchbruch nichts mehr im Wege…

Kommentar Bastian Sarott, Key Account Manager bei Goldbach Audience (Switzerland) AG und Ansprechperson für Goldbach Crossfactory

„Es freut mich besonders, dass wir mit „IQ brand, design and production GmbH“ und deren Brand gloryfy den ersten Case für die Goldbach Crossfactory umsetzen konnten. Der Mediaplan hat sich bewährt, was aber natürlich auch dem innovativen Produkt und der sehr guten Kreation zu verdanken ist. Es ist schon verrückt, dass vier Monate nachdem der Spot auf VOX Schweiz ausgestrahlt wurde, der Brand in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ auch noch redaktionell eingebunden wurde.“

1 http://www.vox.de/cms/sendungen/die-hoehle-der-loewen.html
2 http://www.vox.de/cms/die-hoehle-der-loewen-2016-der-gloryfy-unbreakable-pitch-sorgt-fuer-zweifel-und-gaensehaut-4010257.html



Autorin: Joy Hoppe